Gaffel Haus Berlin – Kölsche Gemütlichkeit versteckt in Mitte

Positiv

Im toten Winkel zwischen Bahnhof Friedrichstraße und Unter den Linden bietet das Gaffel Haus Berlin authentische kölsche Brauhaus-Kultur.

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Für Hunde: Brauhäuser und ähnliche Etablissements, die weniger auf stilvolles Dinieren als gemütliches Verweilen setzen, eignen sich oft gut für eine Pause mit Hund, und das recht geräumige Gaffel Haus Berlin ist keine Ausnahme. Zu unserem Besuch an einem Samstag Mittag war es außerdem angenehm ruhig, da das Lokal höchstens halb besetzt war – anders mag es natürlich enden, wenn man nur zwischen trinkenden Touristengruppen einen Tisch findet, aber die Chance sieht gering aus.

Für Menschen: Mit enger Bindung an die Brauerei des altehrwürdigen Gaffel Kölsch bietet das Gaffel Haus Berlin, das nach einigen Jahren in der Nähe des Gendarmenmarkts nun in der Dorotheenstraße seßhaft ist, quasi einen Teleport nach Köln. Nicht weit von der Friedrichstraße, wo Shopping und Restaurants langsam den Regierungsgebäuden in Richtung Reichstag weichen, gibt es neben Kölsch auch kulinarische Klassiker (man denke z.B. an den Halven Hahn, will meinen: Käsebrötchen) in einer netten, unprätentiösen Atmosphäre.

Mehr Informationen: http://www.gaffel-haus-berlin.de/

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YOSOY (Tapas-Bar)

Super

Ein Stück Spanien mitten in Berlin findet man im Tapas-Restaurant YOSOY direkt an den Hackeschen Höfen. Wer auf Paella, Chorizo und Manchego steht und dazu gerne Sangria oder Cerveza trinkt, ist in dieser Tapas-Bar genau richtig.

Yosoy-Tapas-Hundefreundlich

Für Hunde: Für Hunde ist das YOSOY ein wahres Paradies, denn sie sind hier kleine Könige. Auf dem Menü: ganze Scheiben Manchego-Käse, ein großer Napf Wasser und endlose Streicheleinheiten. Wie uns bereits vor Ankunft per Email versichert wurde, sind Hunde im YOSOY gern gesehene Gäste und das merkt man. Ein kleiner Minuspunkt ist die Enge des Restaurants. Für einen Dackel oder Yorkie ist definitiv genug Platz, für Schäferhund oder Golden Retriever könnte es, im wahrsten Sinne des Wortes, eng werden.

Für Menschen: Auch wenn die Location des Restaurants erstmal Touristenfalle schreit, findet man dort auch eine ganze Menge Berliner. Das Essen besteht zum größten Teil aus Tapas, wer mehr auf Fleischgerichte oder Fisch steht, kommt aber auch auf seine Kosten. Die Preise sind, trotz Lage, absolut in Ordnung und auch die Getränke sind im erschwinglichen Bereich. Wer sich richtig den Bauch vollschlagen will, kann dies täglich (außer Samstags) von 11 bis 16 Uhr beim ‚All You Can Eat‘ Buffet tun. Das einzige Manko: der Laden ist relativ voll, eng und laut, da er grundsätzlich gut besucht oder gar ausgebucht ist.

Mehr Informationenhttp://www.yosoy.de/

Starbucks

Positiv

Selbst jene, für die Kaffee ein zweifehalftes Aufputschmittel mit gewöhnungsbedürftigem Geschmack ist, haben unweigerlich den globalen Eroberungszug der grünen Starbucks-Meerjungfrau miterlebt, die Anfang der 2000er Jahre über Berlin auch in Deutschland seßhaft wurde.

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Für Hunde: Der Mensch mag von Starbucks vieles halten, aber für den Hund ist eines immer klar: er darf mit reinkommen. Klar, die Cafés sind nicht unbedingt immer tiefenrein gepflegt (etwa nach einem stressigen Samstag), einige sind weniger großzügig bemessen als andere, und die Bestuhlung ist nicht immer etwas für Liebhaber persönlichen Freiraums, aber wenn man denn einen Platz bekommt, findet meistens auch der Vierbeiner eine geeignete Stelle zum Verweilen. Vereinzelt und an langsamen Morgenden in motivierend geführten Cafés soll es sogar schon vorgekommen sein, dass ein zuvorkommender Mitarbeiter eine Schale Wasser hat springen lassen.

Für Menschen: „Der Kaffee kostet 4 Euro und schmeckt nicht mal!“ Für Kaffee-Aficionados und konservative Anhänger des gepflegten Kännchens mag es einfach sein, herablassend zu werden. Auch die Geschäftspraktiken des Bohnengiganten, von vermeintlich ausbeuterischen Arbeitsverträgen bis hin zu verdächtigen Greenwashing-Aktionen, mögen vielleicht nachdenklich stimmen. Wer sich allerdings unvoreingenommen auf die schöne neue Kaffee-Welt aus dutzenden Geschmacksrichtungen, Kombinationsmöglichkeiten und die einhergehende typisch amerikanische artifizielle Gemütlichkeit einlassen möchte, kann durchaus eine nette Zeit verleben – und vielleicht ja sogar ein leckeres Getränk trinken.

Mehr Informationen: http://www.starbucks.de/

überall in Berlin

Alexa

Negativ

Direkt am östlichen Rande des Alexanderplatzes befindet sich seit 2007 mit dem Alexa eine kompakte aber ergiebige Shopping Mall, die ob Ihres klotzig-grellen Art-Déco-inspirierten Looks schon die eine oder andere Meinung gespalten hat.

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Für Hunde: Im inner- wie außerstädtischen Vergleich ist das Alexa sicherlich nah am oberen Ende der Messlatte für nicht hundefreundliche Shopping-Locations. Wo viele vergleichbare Shopping Center explizit, oder zumindest mit Einschränkungen, Hunde zulassen, setzt das Alexa auf ein unmissverständliches und klar kommuniziertes Verbot. Dies wird besonders für alle deutlich, die (vielleicht sogar samt Hund) die angegliederte Tiefgarage befahren und dann vorm Betreten des Centers über ein großes auf dem Asphalt verewigtes Verbotszeichen laufen. Wer sich dennoch mit Vierbeiner ins Innere wagt, muss nach unserer Erfahrung damit rechnen, von einer der patroullierenden Security-Kräfte freundlich aber bestimmt gebeten zu werden, das Alexa zu verlassen – selbst bei kleinen per Tasche fortbewegten Exemplaren. Warum das so ist, ist uns unklar…

Für Menschen: Neben den zu erwartenden Touristenströmen bietet sich das Alexa auch für Berliner aus Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain als schnell erreichter Shoppingtempel für diverse Belange an. Das eher gedrungene Intérieur bietet mit etwa 180 Geschäften – plus Food Court, Bowlingbahn, Modelleisenbahnanlage und Zahnarzt (?) – eine hohe Quantität, die sich, mit dem obligatorischen Media Markt verankert, allerdings größtenteils auf Fast Fashion konzentriert, was vielleicht den subjektiv hohen Anteil an Teenagergruppen unter den Besuchern erklärt. Gediegenere Shops und Marken sind also nicht in der Mehrzahl, dennoch gibt es mehr als genug der üblichen Ketten und ein paar nennenswerte Nicht-Standards wie einen Frozen-Yogurt-Stand, ein nettes Reformhaus und bekannte Namen aus der Skate-und-Surf-Kultur.

Mehr Informationen: http://www.alexacentre.com/